Bei Nutzerinterviews geht es nicht darum, Menschen zu fragen, welche Funktion sie wollen. Ziel ist es, Verhalten, Bedürfnisse, Gewohnheiten und den Kontext hinter Entscheidungen zu verstehen. Ein gutes Interview konzentriert sich auf reale Erfahrungen aus der Vergangenheit und verhindert, dass das Designteam Annahmen ohne Belege verteidigt.

Die Forschungsfrage klären

Schreiben Sie vor dem Interview auf, welche Entscheidung die Forschung unterstützen soll. Ersetzen Sie eine breite Frage wie „Mögen Nutzer das Produkt?“ durch ein beobachtbares Problem wie „An welcher Stelle benötigen Nutzer Unterstützung, wenn sie ihre erste Zahlung abschließen?“

Notizen aus Nutzerinterviews
Der Gesprächsleitfaden sollte flexibel sein und das Gespräch führen, statt als starres Skript zu dienen.

Nicht suggestive Fragen stellen

  • Fragen Sie „Was wollten Sie auf diesem Bildschirm tun?“ statt „War diese Funktion nützlich?“
  • Lassen Sie Teilnehmer erzählen, was sie in der Vergangenheit tatsächlich getan haben, statt was sie künftig vielleicht tun würden.
  • Keine Angst vor Stille; geben Sie der Person Zeit zum Nachdenken.
  • Wenn Sie unerwartetes Verhalten hören, fragen Sie nach: „Können Sie mir mehr darüber erzählen?“
Die wertvollsten Antworten entstehen, wenn Teilnehmer nicht versuchen, den Interviewer zufriedenzustellen.

Notizen in Entscheidungen übersetzen

Nach Interviews reicht es nicht, nur Zitate zu teilen. Gruppieren Sie wiederkehrende Verhaltensweisen, Bedürfnisse und Hindernisse und benennen Sie, welche Produktentscheidung jede Erkenntnis beeinflusst. Forschung gewinnt an Wert, wenn sie dem Team hilft, bessere Entscheidungen zu treffen.